Schloss Trebsen

Glaubt man den Quellen, so war bereits im Jahre 991 Trebsen ein strategisch wichtiger Ort, den sich der slawische Gaugraf Bucelin als Sitz erkoren hat. Keramikscheiben, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, beweisen eine Besiedlung des Burgstandortes bereits im 9. und 10. Jahrhundert. Die erste Erwähnung eines edelfreien Ritters Namens „Heinrich de Trebecin“ wurde in einer Urkunde des Bischofs zu Naumburg aus dem Jahre 1161 entdeckt.

Ansicht Schloss Trebsen
Ansicht Schloss Trebsen

Der noch in Resten erhaltene Bergfried, mit einer ursprünglichen Höhe von 25 – 30 Meter, zeugt heute noch mit Mauerstärken bis zu 5 Meter von der Wehrhaftigkeit der Anlage.

Trebsen entwickelte sich in Folge zu einem der größten Rittergüter in Sachsen. Mit über 1000 ha Grundbesitz und den Zinseinnahmen von 2 Städten und über 10 Dörfern dokumentiert sich der Reichtum im Bau einer neuen Schlossanlage. Um 1494 erwarb Georg von Saalhausen das Trebsener Rittergut und begann mit dem Schlossbau. Zeugnis aus dieser Bauphase sind die qualitätsvollen Zellengewölbe in den Erdgeschossräumen. Mit dem Rittergutskauf im Jahr 1521 wurde unter Hans von Minkwitz das Schloss als vierflüglige Anlage fertig ausgebaut. Reger Besitzwechsel erzeugte weitere bauliche Veränderungen.

Im 18. Jahrhundert wurde ein Landschaftspark im englischen Stil angelegt, welcher zu großen Teilen heute noch vorhanden ist.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden 1945 über 200 Soldaten der Roten Armee in den historischen Räumen einquartiert, was u. a. die fast völlige Zerstörung des einmaligen Gerichtsarchivs zur Folge hatte. Anschließende Plünderungen der Ausstattung führten schließlich bis zum Abriss der Dachstühle über dem West- und Nordflügel. Unbekannte wollten sogar das Schloss in Brand stecken. Das konnte aber glücklicherweise verhindert werden.

Nach der Gründung der DDR ging das Schloss in das Eigentum des Volkes über. Die Räumlichkeiten des Ost- und des Südflügels wurden als Wohnungen umgebaut und so bis Ende 1995 genutzt.

1992 gründete sich der Förderverein für Handwerk und Denkmalpflege e. V. – Schloss Trebsen und zog im Schloss ein. Hauptinhalt dieses Fördervereins war der denkmalgerechte Wiederaufbau des Schlosses und die Nutzung desselben als Bildungseinrichtung für die Denkmalpflege und als kulturelle Begegnungsstätte. Geschuldet dem Wegfall von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, der Rückläufigkeit in der Ausreichung von Fördermitteln und dem drastischen Rückgang des Interesses an handwerklicher Fortbildung im Bereich der Denkmalpflege war es dem Verein nicht mehr möglich, die Vereinsziele umzusetzen.

Auf Grund dieses Umstandes wurde der 1992 geschlossene Pachtvertrag zwischen der Stadt Trebsen und dem Förderverein im gegenseitigen Einvernehmen zum 21.12.2008 aufgehoben. Die Stadt hatte einen guten Partner, der die Entwicklung des Schlosses bemerkenswert vorangebracht hat.

Rittertournier
Rittertournier

Seit Anfang 2010 hat das Schloss einen neuen Eigentümer, der die alten Gemäuer wieder mit Leben füllt. Die Schlossküche bietet frische Leckereien und bei schönem Wetter kann man diese im Freisitz auf dem Hof oder der Schlossterrasse mit Blick auf die Mulde genießen. Kulinarische Inszenierungen verzaubern die Sinne. Für Familien- und Firmenfeiern werden unterschiedliche Räumlichkeiten angeboten. Kulturelle Höhepunkte im Jahr 2013 sind das Pfingst-Ritter-Turnier, das Firebirds Festival, das WILD EAST FESTIVAL und die Highland Games.

Alle Informationen zu den gastronomischen und kulturellen Angeboten finden Sie unter www.schloss-trebsen.com.

Ansprechpartner:
Heureka Gastro GmbH Nerchau
Am Grünen Winkel 1
04668 Grimma

Geschäftsführer:
Jochen Rockstroh
Telefon: 034382 - 40574
Fax: 034382 - 40588
E-Mail: info@schloss-trebsen.de

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das Juni-Hochwasser hat wieder enorme Schäden in Privat-, Gewerbe- und kommunalen Grundstücken angerichtet. Möchten Sie einen finanziellen Betrag für die Flutopfer zur Verfügung stellen, so können Sie diesen auf folgendes Spendenkonto einzahlen:

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Verwendungszweck: Flut 2013

Es ist möglich, im Verwendungszweck genau zu bezeichnen, an welche Stelle ihre Spende fließen soll. Sie können nach dem Kennwort „Flut 2013“ die entsprechende Bezeichnung vermerken.

Wenn Sie zu diesem Sachverhalt Fragen haben oder weitere Informationen erhalten möchten, können Sie sich in der Kämmerei der Stadtverwaltung mit Frau Börner (Telefon 034383 - 60432) in Verbindung setzen.

Im Namen aller Betroffenen sagt Danke
Ihre
H. Kolbe
Bürgermeisterin

Stiftung Sächsischer Fluthelfer-Orden 2013

Als Zeichen dankbarer Anerkennung für die außergewöhnliche Hilfeleistung der zahlreichen Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer
bei der Hochwasserkatastrophe, die im Sommer 2013 den Freistaat Sachsen heimgesucht hat, stiftet der Ministerpräsident den
Sächsischen Fluthelfer-Orden 2013.
Der Bekanntmachung der Sächsischen Staatskanzlei über die Stiftung des Ordens können Sie
entnehmen, wie der Verfahrensweg ist. Die Liste zur Anregung für den Fluthelferorden liegt im Rathaus Trebsen im Hauptamt
(Zimmer 4) aus.

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